Bedeutung Netzwerksicherheit
Sicherheitsrichtlinien
Sicherheitstools
Wireless Sicherheit
WEP
EAP
Sicherheitsmanagement
IEEE 802.11 Normen
Cisco CCX
Der Authentifizierungsprozess beginnt damit, dass eine Station Zugang zum
Netzwerk begehrt und eine entsprechende Anforderung sendet. Das Weiterleiten
des von der Station ausgehenden Authentifizierungsverkehrs zum und vom Server
erfolgt durch den „Authentifizierer“.
Bei Eingang einer Authentifizierungsanfrage fordert der Server von der Station
entsprechende Informationen an. Auch die Station kann vom Server bestimmte
Informationen anfordern. Dieser Prozess wird „gegenseitige Authentifizierung“
genannt.
Die Authentifizierungsinformationen werden durch eine Abfolge von „Challenge“
(Herausforderung) und „Response“ (Rückmeldung) zwischen dem
Server und der Station auf ihre Gültigkeit geprüft. Bei dieser „Challenge-Response“-Prüfung
werden Informationen verwendet, die sowohl dem Server als auch der Station
bekannt sind, von denen Dritte aber nichts wissen.
Die Intermec-Implementierung verwendet das Protokoll TLS (Transport Layer Security). TLS ist die standardisierte Version des Protokolls SSL (Secure Sockets Layer), das besonders für den E-Commerce über das Internet verwendet wird.
Für eine erweiterte Sicherheit müssen innerhalb der Zugangspunkte und Datenfunk-Clientstationen neue Funktionen hinzugefügt werden. Darüber hinaus ist ein Authentifizierungsserver erforderlich.
Authentifizierungsserver: Enthält eine Datenbank mit allen gültigen
Benutzernamen und Kennwörtern, die vom Kunden verwaltet wird. Die meisten
führenden Unternehmen (einschließlich Intermec) haben sich bei
der Wahl ihres Authentifizierungsservers für RADIUS (Remote Access Dial
In User Services) entschieden.
Authentifizierer: Der Zugangspunkt funktioniert als Makler oder Mittler zwischen
dem Client und dem Authentifizierungsserver, bis der Client authentifiziert
ist und Zugang zum Netzwerk erhalten hat. Nach der Authentifizierung sorgt
der Zugangspunkt dafür, dass der Client in den WEP-Schlüsselrotationsprozess
eingebunden wird, bis sich der Benutzer wieder abmeldet oder der Gültigkeitszeitraum
der Authentifizierung abgelaufen ist und der Benutzer sich erneut authentifizieren
muss.
Supplikant: Client nach 802.1x. „Supplikant“ heißt wörtlich
Bittsteller und bezeichnet also jemanden, der unterwürfig um etwas ersucht.
Ein Client, der als Supplikant auftritt, muss erst seine Authentifizierungsinformationen
(Sicherheitszertifikate, Benutzername und Kennwort) bereitstellen, um als
vertrauenswürdig zu gelten.
Sichere Zugangspunkte sind mit einer Authentifizierer-Funktion und sichere
Clients sind mit einer Supplikanten-Funktion ausgestattet. Zwischen Authentifizierer
und Supplikant werden EAP-Frames ausgetauscht. Der Authentifizierer kann entweder
selbst auf EAP-Frames reagieren oder den Inhalt von EAP-Frames zum bzw. vom
Server weiterleiten.
Er hat außerdem die Aufgabe sicherzustellen, dass nur authentifizierte
Stationen Zugang zum Netzwerk haben. Eine nicht authentifizierte Station kann
nur mit dem Authentifizierer oder dem Server kommunizieren.
Der Authentifizierer (Zugangspunkt) leitet Authentifizierungsanforderungen
des Supplikanten (Client) an den Authentifizierungsserver weiter. Es ist nur
Authentifizierungsverkehr zulässig. Der Zugangspunkt kapselt den 802.1X-Verkehr
in Authentifizierungsserververkehr ein (und umgekehrt).
802.1x-Port-Sicherheit: Der Zugangspunkt sperrt den Zugang zu allen Netzwerkressourcen,
bis die Station authentifiziert ist.
Während des Authentifizierungsprozesses empfängt der Supplikant einen Sitzungsschlüssel.
Sicherheitszertifikat: Digitaler Identitätsnachweis, der weder übertragbar
ist noch gefälscht werden kann und im Normalfall von einer Zertifizierungsstelle
(Certificate Authority, CA) ausgestellt wird, der sowohl der Client als auch
der Server trauen. Hacker versuchen, einen solchen Nachweis eher zu stehlen
als ihn zu fälschen. Zertifikate enthalten die folgenden Informationen:
Identität des Inhabers (Name, Firma, Adresse usw.)
öffentlicher Schlüssel des Inhabers
Gültigkeitszeitraum
Seriennummer
Öffentlicher und privater Schlüssel: Diese digitalen Schlüssel,
die im Sicherheitszertifikat enthalten sind, ermöglichen eine Überprüfung,
ob der Eigentümer des Zertifikats auch wirklich derjenige ist, der es
signiert hat. Sie funktionieren wie folgt:
Eine verschlüsselte Nachricht kann von jeder Person entschlüsselt
werden, die den öffentlichen Schlüssel des Absenders kennt.
Das Verschlüsseln der Nachricht ist nur dem Absender möglich, da
dieser den privaten Schlüssel besitzt.
Nachrichten, die mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt
wurden, können nur mit dem privaten Schlüssel entschlüsselt
werden.
Nach der Authentifizierung wird der Sitzungsschlüssel abgeleitet (jedoch nicht per Funk übertragen) und für die gesamte Kommunikation mit diesem Clientgerät verwendet. Die Schlüssel sind dynamisch, benutzer- und sitzungsspezifisch und können durch erneute Authentifizierung automatisch geändert werden. Dieser Prozess entspricht den IEEE 802.1x-Spezifikationen.
Intermec bietet „Secure-Context Roaming“ (einer der wichtigsten Vorteile unserer „Spanning Tree“-Technologie), sodass Clients von einem Zugangspunkt zu einem anderen wechseln können („Roaming“), ohne sich erneut anmelden zu müssen. Dies ermöglicht Benutzern mehr Flexibilität ohne Einbußen bei der Sicherheit.
Der Zugangspunkt verwendet jetzt den Sitzungsschlüssel, um den WEP-Schlüssel an den Laptop weiterzuleiten. Nach erfolgreicher Authentifizierung lässt der Zugangspunkt den gesamten Verkehr zum Datenfunk-Laptop passieren. Die übertragenen Daten werden mithilfe der WEP-Schlüssel verschlüsselt.
EAP: Abkürzung für „Extensible Authentication Protocol“, wobei „Extensible“ bedeutet, dass dieses Protokoll durch andere Protokolle erweitert werden kann.
Wie bereits erwähnt verhindert die Schlüsselrotation, dass Schlüssel
von Hackern geknackt werden können. Die Schlüsselrotation wird in
einem vorprogrammierten Intervall durch den Zugangspunkt initiiert. Dabei
kommt das Protokoll EAP zum Einsatz, und die Datenverschlüsselung erfolgt
auf der Grundlage der Informationen, die vom Sicherheitsserver bei der ersten
Schlüsselverteilung an den Zugangspunkt und die Station gesendet wurden.
Bei der Schlüsselrotation findet keine Kommunikation mit dem Sicherheitsserver
statt.
Zur Erhöhung der Sicherheit kann der Authentifizierungsprozess hin und wieder wiederholt werden.Eine erneute Authentifizierung kann nach dem Ausschalten einer Station oder regelmäßig entsprechend der Konfiguration des Authentifizierungsservers oder Zugangspunkts erfolgen.